Kernspintomographie

MRT – Kernspin­tomographie

Der sanfte Alleskönner

Die Magnetresonanztomographie (MRT), oder auch Kernspintomographie genannt, ist heute ein weltweit etabliertes Schnittbildverfahren, welches mit einem starken Magnetfeld und Hochfrequenzimpulsen arbeitet.

Die Vorteile liegen vor allem in der fehlenden Strahlenbelastung sowie in der überlegenen Darstellung der meisten Organe (Ausnahme Lunge) sowie aller Weichteile und Gelenke.

Vorbereitung

Bei den Kernspin-Untersuchungen ist eine spezielle Vorbereitung in der Regel nicht notwendig. Für Untersuchungen, in denen ein MR-Kontrastmittel intravenös appliziert werden soll, sollten aktuelle Nierenwerte (Serumkreatinin) vorliegen. Dies gilt insbesondere bei Patienten, die älter als 50 Jahre sind, oder bei denen Nierenerkrankungen bekannt sind.

Einschränkungen

Die Kernspintomographie ist nicht möglich bei Trägern von Herzschrittmachern, Defibrillatoren sowie Neurostimulatoren. Aus Sicherheitsgründen sollte in der Regel auch bei scharfkantigen Metallsplittern im Körper durch Unfälle oder Kriegseinwirkungen keine Kernspintomographie durchgeführt werden, da solche Splitter vom Magnetfeld im Körper hin und her bewegt werden könnten. Andere Metallteile im Körper (z.B. Gelenkprothesen oder Stents) sind meist bedenkenlos und führen nur lokal zu Bildstörungen.

In Zweifelsfällen besprechen wir mit Ihnen vor der Untersuchung, ob eine Gefährdung oder Problematik durch die Metallteile besteht.

Ein weiteres Problem kann die Platzangst darstellen, welche in manchen Fällen eine Untersuchung unmöglich macht. Gerne können Sie sich bereits im Vorfeld der Untersuchung das Gerät ansehen. Es ist auch möglich, eine Begleitperson mitzubringen, die auch während der Untersuchung im Raum mit anwesend sein darf.

MRT-Fragebogen

Um wichtige Fragen zu klären, bitten wir Sie den MRT-Fragebogen auszufüllen und vor der Untersuchung abzugeben. Das Formular können Sie als PDF-Datei herunterladen, bequem zuhause ausfüllen und sich in der Praxis Zeit sparen.

Platzangst im MRT

Schweißausbrüche, Herzrasen, Beklemmung, Panik …

Platzangst (lateinisch Klaustrophobie) kann sich unterschiedlich manifestieren. Etwa 10-15 % der Patienten, die mit MRT untersucht werden sollen, bekommen hierbei Platzangst.

Diese Angst hängt damit zusammen, dass man für die MRT-Untersuchung in einem tunnelförmigen Magneten von normalerweise 60 cm Durchmesser liegt. Manchen Betroffenen gelingt es, sich abzulenken und selbst zu beruhigen. Andere stehen die 15-30 Minuten, die die Untersuchung dauert, nicht durch.

Sie sind betroffen?

Wenn Sie wissen, dass Sie unter Platzangst leiden und vielleicht schon einmal entsprechende negative Erfahrungen mit der MRT gemacht haben, dann weisen Sie uns bitte gleich bei der Anmeldung darauf hin. Denn es gibt Möglichkeiten, der Platzangst entgegenzuwirken. Am besten ist es, dies gleich bei der Anmeldung einzuplanen.

Zum einen können wir die Untersuchung am MR “AERA” einplanen. Dieses MR-Gerät hat eine weitere (70 statt 60 cm Innendurchmesser) und kürzere Röhre. Dies ist bei vielen Patienten mit Platzangst bereits ausschlaggebend.

Bei manchen Organuntersuchungen kann der Patient mit Kopf und Oberkörper außerhalb des Magneten so gelagert werden, dass die Angst gar nicht erst auftritt (z.B. untere Extremität, Lendenwirbelsäule, Becken). Bei anderen Organuntersuchungen ist es unumgänglich, dass der Patient mittendrin in der Röhre gelagert wird.

Beruhigungsmittel

Wenn nötig, können Patienten mit Platzangst ein orales angstlösendes Medikament erhalten. Da es bis zum Wirkungseintritt etwas dauert, muss der Patient bereits etwa eine halbe Stunde vor seinem Untersuchungstermin kommen. In den allermeisten Fällen ist so die MRT problemlos durchführbar. Gegenanzeigen gegen das Medikament (Tavor, ein Benzodiazepin) sind sehr selten (z.B. Myasthenie, Zustand nach Medikamentenabhängigkeit).

Hier noch ein wichtiger Hinweis:
Benzodiazepine wirken lange, über mehrere Stunden nach. Auch wenn man sich wieder “fit” fühlt, darf man daher den Rest des Untersuchungstages weder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, noch sonstige unfallträchtige Tätigkeiten ausführen.

1. Ist die MRT mit einer Strahlenbelastung verbunden?

Nein. Die MRT arbeitet völlig ohne Röntgenstrahlen.

2. Ist die MRT mit Risiken für meine Gesundheit verbunden?

Die MRT wird bereits seit Mitte der 1980er Jahre in der Medizin angewendet und es sind bisher keinerlei biologisch schädliche Wirkungen bekannt. Risiken bestehen nur, wenn im Körper bestimmte Metallfremdkörper oder medizinisch-elektronische Implantate vorhanden sind.

3. Kann die MRT auch während der Schwangerschaft angewendet werden?

Im zweiten und letzten Schwangerschaftsdrittel kann die MRT bedenkenlos angewendet werden. Im ersten Drittel der Schwangerschaft, während der Entstehung der inneren Organe und des Gehirns, ist der Embryo am empfindlichsten. Es gibt zwar keine Hinweise dafür, dass in dieser Phase die MRT den Embryo tatsächlich schädigen kann, man wird hier aber aus Sicherheitsgründen ihre Anwendung auf sehr dringliche Situationen beschränken.

4. Wann kann eine MRT nicht durchgeführt werden (Gegenanzeigen)?

Gegenanzeigen ergeben sich aus den technischen Grundvoraussetzungen der MRT, dem hohen statischen Magnetfeld und den hochfrequenten Wechselfeldern im Radiofrequenzbereich.

Herzschrittmacher und implantierte Defibrillatoren stellen eine Gegenanzeige für die MRT dar.

Andere elektronische Implantate, wie Cochlear Implants, Medikamentenpumpen etc. können durch die Magnetfelder zerstört oder funktionsuntüchtig werden. Zum Teil wurden hier bereits MRT-verträgliche Geräte, z.B. elektronikfreie Schmerzpumpen, entwickelt. Falls bei Ihnen ein solches implantiert wurde, bringen Sie bitte den Gerätepass oder sonstige Unterlagen mit, aus denen die MRT-Verträglichkeit hervorgeht.

Metallische Fremdkörper können eine Gegenanzeige für die MRT darstellen. Gefährlich sind eisenhaltige Metallfremdkörper, insbesondere, wenn diese in empfindlichen Organen liegen. Zahnimplantate und -füllungen, Chirurgische Materialien, wie OP-Clips, Gelenkprothesen, Schrauben, Platten und Nägel in Knochen, Gefäßstents usw. sind in aller Regel unbedenklich. Aufgrund der weitverbreiteten Anwendung der MRT achten die Hersteller mittlerweile auf MRT-Verträglichkeit. Probleme kann es bei medizinischen Metallfremdkörpern geben, wenn diese vor der MRT-Ära implantiert wurden.

Im Zweifelsfalle geht die Patientensicherheit vor und man wird alternative Untersuchungsverfahren – wie die Sonographie oder Computertomographie – einsetzen.

5. Wie lange dauert die Untersuchung?

Je nach Organ und Fragestellung dauert die eigentliche MRT-Untersuchung zwischen 15 und 30 Minuten. Bei sehr aufwendigen Untersuchungen (Ganzkörper-MRT, Herz-MRT) kann die Untersuchungszeit bis zu einer Stunde betragen.

6. Was ist der Unterschied zwischen Computertomographie (CT) und MRT?

CT und MRT sind beide Schnittbildverfahren, d.h. der zu untersuchende Organbereich wird in Schichten von wenigen Millimetern Dicke überlagerungsfrei dargestellt. Der wesentliche Unterschied liegt im zugrundeliegenden physikalischen Prinzip:

Die CT arbeitet dabei mit Röntgenstrahlen. Die MRT setzt die Magnetresonanz der Wasserstoffatome unseres Körpers in Bildinformation um, und kommt ganz ohne Strahlenbelastung aus.
Die CT hat den wiederum den Vorteil, dass die Untersuchungszeit nur wenige Minuten beträgt. Der Patient muss auch nicht in einer relativ engen Röhre liegen.

Viele Faktoren spielen bei der Wahl des am besten geeigneten Schnittbildverfahrens eine Rolle: u.a. das darzustellende Organ, spezielle Fragestellungen, Alter und Kooperationsfähigkeit des Patienten, Gegenanzeigen gegen eines der Verfahren oder das dabei angewendete Kontrastmittel. Es ist letztlich die Aufgabe des Radiologen, das für Sie adäquate Schnittbildverfahren auszuwählen.

7. Warum wird für die MRT Kontrastmittel in eine Vene injiziert?

Bei vielen MRT-Untersuchungen kann auf die Kontrastmittelgabe verzichtet werden.

Ob die Kontrastmittelgabe nötig ist, hängt ab vom zu untersuchenden Organ, von der Fragestellung und Verdachtsdiagnose und von eventuell erhobenen krankhaften Befunden, die mittels Kontrastmittel genauer diagnostisch eingeordnet werden sollen.

In der MRT werden gadolineumhaltige Verbindungen als Kontrastmittel angewendet. Gadolinium ist chemisch gesehen eine sogenannte seltene Erde. In Kontrastmitteln ist es in sehr stabile chemische Komplexe, sogenannte Chelate eingebunden. Gadolineumhaltige Kontrastmittel werden über eine Vene in den Blutkreislauf injiziert und liefern im weitesten Sinne Informationen über das Gefäßsystem. So können in der MR-Angiographie die Gefäße des Körpers genau dargestellt werden. Das Kontrastmittel kann eine vermehrte Durchblutung in einem Tumor oder einer Entzündung anzeigen. Im Gehirn kann man mit Kontrastmittel eine Störung der Blut-Hirnschranke nachweisen, was Rückschlüsse auf die Art und Ursache einer krankhaften Veränderung zulässt.

8. Welche schädlichen Wirkungen und Risiken drohen mir durch die Kontrastmittelgabe?

Nebenwirkungen sind selten.
Es kann an der Injektionsstelle zu vorübergehenden Reizungen kommen. In sehr seltenen Fällen kann das Kontrastmittel eine allergische Reaktion auslösen. Es handelt sich meist um Hauterscheinungen, Juckreiz, oder Asthma ähnliche Symptome. In den allermeisten Fällen limitieren sich die Symptome selbst. Manchmal ist eine medikamentöse Behandlung notwendig. In extrem seltenen Fällen kann ein lebensbedrohlicher allergischer Schock ausgelöst werden.

Bei gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln sind in den letzten Jahren Nebenwirkungen bekannt geworden:

Nephrogene systemische Fibrose:
Hierbei handelt es sich um ein schweres, häufig tödliches Krankheitsbild, welches durch immunologische Reaktionen auf nicht aus dem Körper ausgeschiedenes Gadolineum hervorgerufen wird. Diese Nebenwirkung ist allerdings extrem selten und tritt ausschließlich bei Patienten mit einer hochgradigen Einschränkung der Nierenfunktion auf. Daher muss bei Patienten mit bekannter Nierenerkrankung und allgemein bei Personen älter als 50 Jahre der Serumkreatininwert vorliegen.
Dieser Blut-Laborwert gibt Aufschluss darüber, ob die Nierenfunktion in relevanter Weise eingeschränkt ist. Wir prüfen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion besonders kritisch, ob die Kontrastmittelgabe medizinisch wirklich notwendig ist. Falls unumgänglich, wird eines der Kontrastmittelpräparate verabreicht, die nach heutigem Wissenstand die nephrogene systemische Fibrose am seltensten hervorrufen.

Gadolinium-Ablagerungen im Gehirn:
Das im MR-Kontrastmittel enthaltene Element Gadolinium kann sich in bestimmten Regionen im Gehirn ablagern. Dies wurde nach mindestens viermaliger Gabe von linearen, relativ thermolabilen Kontrastmitteln festgestellt. Ob diese Gadolinium-Ablagerungen Krankheitssymptome hervorrufen können, oder ob es sich um einen Befund ohne Krankheitswert handelt, ist derzeit noch nicht geklärt.

Das IDR verwendet seit vielen Jahren ausschließlich die moderneren makrozyklischen Gadolinium-Kontrastmittel. Diese sind chemisch stabil und ob sich auch diese überhaupt im Gehirn ablagern können wird derzeit kontrovers diskutiert. Wenn ja, dann auf jeden Fall in deutlich geringerem Ausmaß.

MR-Kontrastmittel werden im IDR seit Jahren nur nach sehr sorgfältiger individueller Nutzenabwägung und in der geringsten möglichen Dosierung angewendet. Bei vielen Untersuchungen konnten wir diagnostisch sichere kontrastmittelfreie Untersuchungsprotokolle etablieren.

Überweisungsschein

Als gesetzlich krankenversicherter Patient benötigen Sie einen Überweisungsschein des zuweisenden Haus- oder Facharztes für das aktuelle Quartal. Sie ersparen uns u. U. unnötige Telefonate und sich selbst Wartezeiten, wenn Sie mit darauf achten, dass der Überweisungsschein vollständig ausgefüllt ist (Angaben zur gewünschten Untersuchung und zur Fragestellung, Überweisung an Radiologie, Stempel und Unterschrift des Zuweisers).

Als Privatpatient brauchen Sie keinen Überweisungsschein. Um die Untersuchung optimal durchführen zu können, sind jedoch die klinischen Angaben und die Fragestellung Ihres behandelnden Arztes hilfreich.

Versichertenkarte

Die Versichertenkarte der Krankenkasse dient dazu, Ihre Versichertendaten in den Praxiscomputer einzulesen.

Voraufnahmen

Häufig ergeben sich wichtige diagnostische Hinweise aus dem zeitlichen Verlauf eines Befundes. Daher können Voraufnahmen sehr wichtig sein.

Wenn die aktuelle Erkrankung bereits früher einmal in einem anderen Institut radiologisch untersucht wurde, bringen Sie die auswärtigen Voraufnahmen bitte möglichst mit. Auch sind schriftliche Vorbefunde, Arztbriefe und Entlassungspapiere des Krankenhauses wichtige Informationsquellen für eine optimale Diagnostik.

Laborwerte (Serumkreatinin, TSH)

Jodhaltiges Röntgenkontrastmittel kommt bei bestimmten radiologischen Untersuchungen und in der Computertomographie (CT) zur Anwendung. Hier benötigen wir den Wert des Serumkreatinins, der anzeigt, ob die Ausscheidungsfunktion der Niere normal ist, und den TSH-Wert, der auf eine manifeste oder drohende Schilddrüsenüberfunktion hinweist. Der Serumkreatininwert sollte nicht älter als 2-3 Monate sein, der TSH-Wert nicht älter als maximal 1 Jahr.

Für Kontrastmittelanwendungen in der Kernspintomographie (MRT) ist der Serumkreatininwert ausreichend. Bei Personen unter 50 Jahren kann auf die Laborwertbestimmung verzichtet werden, wenn keine Vorerkrankungen der Nieren bzw. Schilddrüse vorliegen. Bei Patienten ab 50 sind die Laborwerte zu Ihrer Sicherheit obligat.

Ob bei einer CT- oder MRT-Untersuchungen Kontrastmittel gegeben werden sollte, entscheidet der Radiologe anhand der Fragestellungen und erhobenen medizinischen und radiologischen Befunde. Bitten Sie den zuweisenden Arzt, Ihnen eine Kopie der betreffenden Laborwerte auszuhändigen.

Allergiepass

Bringen Sie Ihren Allergie-Pass mit. Falls Ihnen ein Kontrastmittel gegeben werden soll, können wir das Risiko einer allergischen Reaktion überprüfen.

Röntgenpass

Bringen Sie Ihren Röntgenpass mit. Der Röntgenpass weist die an Ihnen bisher vorgenommen Röntgenuntersuchungen aus und kann unnötige Untersuchungen vermeiden helfen.

Sofern Sie noch keinen Röntgenpass besitzen, stellen wir Ihnen gerne einen aus.

Geräteausweise (bei Trägern medizinischer Implantate)

Bei einer Reihe medizinischer Implantate verbietet sich eine MRT.

Es kann durch das starke Magnetfeld und die elektromagnetischen Wechselfelder zu einer Zerstörung oder zu einer Fehlfunktion der Implantate, oder auch zu einer Schädigung von Körpergewebe kommen. Ein Teil dieser Implantate (Schmerzpumpen, HNO-Implantate etc.) ist mittlerweile MRT-kompatibel.

Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie Unterlagen, wie etwa Geräteausweise, aus denen die Unbedenklichkeit bezüglich der MRT hervorgeht, bitte unbedingt mitbringen.

Zeit …

Für die meisten Röntgen-, Mammographie-, Ultraschall- und CT-Untersuchungen sollten Sie etwa eine Stunde Zeit einplanen. Aufgrund von eingeschobenen Notfällen oder unerwartet schwierigen und aufwendigen Untersuchungen kann es gelegentlich zu Verzögerungen kommen.

In der MRT dauert der eigentliche Untersuchungsvorgang bereits 15 bis 30 Minuten, bei Spezialuntersuchungen auch länger. Für eine MRT-Untersuchung sollten Sie daher eher mit 1,5 bis 2 Stunden rechnen, die Sie in unserer Praxis sind.

spezielle
MRT-Untersuchungen
im IDR

MRT des ganzen Körpers

Wann ist ein Ganzkörper-MRT sinnvoll?

Mit der GK-MRT kann nach bislang unerkannten Tumorerkrankungen, nach Manifestationen einer arteriellen Verschlusskrankheit und nach multifokalen entzündlichen oder tumorösen Erkrankungen (z. B. Polymyositis, Plasmozytom) gesucht werden. Die Untersuchung bietet einen guten Überblick über den gesamten Körper. Der Nachteil ist eine gegenüber fokussierten MRT-Untersuchungen reduzierte räumliche Auflösung. So kann es vorkommen, dass Auffälligkeiten festgestellt werden, die dann für eine definitive Diagnostik einer weiteren gezielten MRT-Untersuchung zugeführt werden müssen.

Dauer der Untersuchung

Mit unseren modernen MR-Tomographen ist eine Untersuchung des gesamten Körpers, Ganzkörper-MRT (GK-MRT) in einer Sitzung möglich. Die Untersuchung dauert ca. 1 Stunde.

Kostenübernahme

Es handelt sich um ein aufwändiges Spezialverfahren, dessen Kosten derzeit nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden. Von den privaten Krankenversicherungen werden die Kosten in aller Regel erstattet. Eine Vorbesprechung mit einem unserer Radiologen ist erforderlich, um den notwendigen Umfang der Untersuchung zu klären.

MRT des Dünndarms / MR-Sellink

Darstellung des gesamten Dünndarmabschnitts zum Ausschluss von Engstellungen, entzündlichen oder tumorösen Veränderungen.

Die Vorteile gegenüber der konventionellen Dünndarmdarstellung bestehen in der fehlenden Strahlenbelastung sowie in der für den Patienten wesentlich angenehmeren Handhabung, da das Legen einer Nasensonde nicht erforderlich ist, bzw. bezüglich der von uns angewandten Methode ohne Nasensonde eine deutliche Reduktion der gesamten Untersuchungsdauer besteht. Nachteil ist die fehlende Darstellung der Dynamik des Dünndarms.

Vorbereitung:
Für den MR-Sellink ist eine spezielle Vorbereitung notwendig; die hierfür notwendigen Informationen erhalten Sie bei der Anmeldung.

Für die Untersuchung sollten Sie mindestens 3 Stunden Zeit einplanen.

Wandverdickung und verstärkte Kontrastmittelaufnahme eines Dünndarmabschnittes bei Morbus Crohn (chronisch entzündliche Darmerkrankung)

MRT des Herzens / Cardio-MRT

Das Herz kann kernspintomographisch mittlerweile sehr gut dargestellt werden.

Es ist eine Beurteilung von Organveränderungen (Infarkt, Entzündung, Tumor), Klappenproblemen (Stenosen und Insuffizienzen) sowie auch der Funktion des Herzens in einer einzigen Untersuchung möglich. Um eine Funktions- oder Durchblutungsstörung des Herzens bei verstärkter Belastung zu entdecken, ist es möglicherweise erforderlich, das Herz mittels Medikamenten einer erhöhten Belastung auszusetzen.

Die Kernspintomographie des Herzens ist derzeit allerdings keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

Vorbereitung:

Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich. Es handelt sich um eine Spezialuntersuchung. Die Indikation hierzu muss in enger Zusammenarbeit mit einem Kardiologen gestellt werden.

MRT der Prostata / mpMRT

Mit hochaufgelösten MRT-Sequenzen ist eine gezielte Untersuchung der Vorsteherdrüse des Mannes (Prostata) seit einigen Jahren möglich.

Das mpMRT-Verfahren wird meist im Zusammenhang mit der Prostatakrebsabklärung eingesetzt und erfährt seit den letzten Jahren eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Standardisierung. Die Untersuchung ist laut den aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Leitlinien ein Bestandteil der Abklärung bei Verdacht auf ein Prostatakarzinom.

Wann ist eine MRT der Prostata sinnvoll?

Die MRT der Prostata wird eingesetzt und hilft in folgenden Situationen weiter:

  • Wenn der klinische Befund und/oder eine Erhöhung des Prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut den Verdacht auf Prostatakrebs aufkommen lassen, dann geht es zunächst um die Frage: Liegt überhaupt ein verdächtiger Befund vor, oder gibt es für Tastbefund und PSA-Erhöhung alternative Erklärungen (z.B. eine Entzündung oder eine gutartige knotige Vergrößerung der Prostata)?
  • Wenn es ein oder mehrere krebsverdächtige Areale in der Prostata gibt, dann können diese exakt im Organ lokalisiert werden und eine Biopsie lässt sich viel gezielter und schonender durchführen.
  • Wenn es einen krebsverdächtigen Befund gibt, oder wenn sogar ein Prostatakarzinom bereits gesichert ist, dann erlaubt die MRT außerdem eine Beurteilung der Tumorgröße und Ausbreitung in Umgebung und Lymphknoten. Damit lässt sich die Behandlung besser planen.

Technik

Seit der Einführung moderner Mehrkanalspulen ist die Anwendung von in den Enddarm eingeführten Messspulen nicht mehr erforderlich. Das Verfahren ist dennoch sehr aufwändig. Eine intravenöse Kontrastmittelgabe ist im Regelfall angezeigt. Metallhaltige Hüftprothesen sind keine Kontraindikation, können die Beurteilbarkeit der Untersuchung aber erschweren.

Vorbereitung

Kurz vor der Untersuchung sollte möglichst die Harnblase entleert werden. Zur Reduktion störender Darmbewegungen wird Buscopan intravenös verabreicht. Das Medikament ist bei erhöhtem Augeninnendruck kontraindiziert. Es kommt als Nebenwirkung für eine gewisse Zeit zu Einschränkungen der Entfernungseinstellung des Auges. Diese Wirkung ist in aller Regel wieder abgeklungen, wenn Sie unsere Praxis verlassen. Ob eventuell eine etwas länger anhaltende Wirkung die Fähigkeit, am Straßenverkehr teilzunehmen beeinträchtigt, müssen Sie als Patient selbstverantwortlich beurteilen.

MRT der Gefäße / Kernspin-Angiographie

Mit der Kernspin-Angiographie ist eine exakte Darstellung der Gefäße in allen Körperregionen möglich. In der Regel wird ein Kontrastmittel nur in die Vene injiziert. Für die Kopfgefäße ist kein Kontrastmittel erforderlich.

Eine arterielle Punktion wie bei der konventionellen Angiographie ist nicht notwendig, somit entfällt das Risiko einer Blutung. Außerdem sind die anschließend notwendige 4-stündige Bettruhe sowie der Druckverband nicht mehr erforderlich. Eventuelle Komplikationen der arteriellen Punktion (z.B. Blutung, Gefäßverletzung, Fistelbildung) entfallen ebenfalls.

Mit Hilfe der gewonnenen Bilder kann anschließend eine exakte Therapieplanung (z.B. Gefäßerweiterung mit oder ohne Einsatz eines Stents oder auch Operation) diskutiert werden.

Vorbereitung

Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich. Im Gegensatz zur bisher etablierten konventionellen Angiographie müssen auch keine blutverdünnenden Maßnahmen abgesetzt werden.

Für MR-Angiographien bei denen ein Kontrastmittel eingesetzt wird, muss ein aktueller Serumkreatinin-Wert vorliegen. Dies gilt insbesondere bei Patienten, die älter als 50 Jahre sind, oder bei denen Nierenerkrankungen bekannt sind.