Spezielle CT-Untersuchungen

Niedrigdosis-CT der Lunge

In der Lunge ist der natürliche CT- Gewebekontrast sehr groß. Bei bestimmten Fragestellungen kann daher die Untersuchung mit einer stark verminderten Strahlendosis angefertigt werden.
Die Niedrigdosis-CT der Lunge wird z.B. angewendet bei:

  • Ausschluss eines frühen Bronchialkarzinoms, z.B. beim asymptomatischen (Ex-) Raucher
  • Ausschluss oder Kontrolle von Lungenmetastasen
  • Berufskrankheiten der Lunge
  • Infektionen, z.B. Viruspneumonie
Niedrigdosis-CT der Nasennebenhöhlen

Im Bereich der Nasennebenhöhlen (NNH) ist der CT- Gewebekontrast zwischen Luft in den NNH einerseits, und Schleimhaut, Knochen, sowie pathologischen Strukturen sehr groß. Daher kann diese Untersuchung mit einer stark verminderten Strahlendosis angefertigt werden. Die Strahlenbelastung ist dabei etwa so hoch, wie die mittlere natürliche Strahlenbelastung, der wir in Deutschland während drei Wochen ausgesetzt sind.
Die häufigsten Anwendungen der Niedrigdosis-CT der NNH sind die Diagnostik von Entzündungen der NNH, Polypen, Nasenscheidewandverbiegungen, Störungen der Nasenatmung und knöchernen Gesichtsverletzungen.

Niedrigdosis-CT des Bauchraumes bei Nierensteinen

Bei der Diagnostik von Nierensteinen, bzw. Steinen im Harnleiter ist die Niedrigdosis-CT das Verfahren der Wahl. Steine können sicher erkannt, genau lokalisiert und chemisch differenziert werden, was wichtig für die urologische Behandlung ist.

CT-Koronarkalkmessung (Calziumscoring)

Mit einer Niedrigdosis-CT ohne CT-Kontrastmittel kann erfasst werden, ob und in welchem Ausmaß die Herzkranzgefäße Verkalkungen aufweisen. Mit dieser kostengünstigen, schonenden und schnellen Untersuchung lässt sich der Gefäßkalk quantifizieren und dadurch das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden abschätzen. Je nach Ergebnis können weitere diagnostische Maßnahmen erforderlich werden.

Bestimmung der Knochendichte mit CT (QCT)

Die QCT bestimmt die Knochendichte mit Einzelschichten durch drei Lendenwirbelkörper. Der Vorteil der QCT liegt in der sehr genauen quantitativen Bestimmung der Knochensubstanz in Milligramm pro Kubikzentimeter Knochenvolumen. Die Strahlenbelastung ist bei der QCT sehr niedrig.
Diese Untersuchung wird in unserer Praxis in der Gartenstraße durchgeführt.

CT in Orthopädie und Traumatologie

Hier wird das CT bei einer großen Vielzahl von Fragestellungen verwendet. So kann im CT ein Knochenbruch klar zu sehen sein, der im Röntgenbild nicht zu erkennen war. Komplizierte Brüche lassen sich im CT oft genauer analysieren, wodurch die Behandlung besser geplant werden kann. Auch bei degenerativen Veränderungen oder rheumatologischen Fragestellungen kommt die CT zum Einsatz. Die orthopädisch-traumatologischen CT-Untersuchungen kommen meist mit einer geringen Strahlendosis aus.

Dental-CT

Zur Planung zahnchirurgischer Eingriffe kann die CT wichtige Informationen liefern. So kann es wichtig sein, vor Weisheitszahnextraktionen gefährliche Anomalien der Zahnwurzeln aufzudecken. Auch bei der Implantat-Planung liefert die CT wichtige Informationen, wie z.B. Dicke und Beschaffenheit des Knochens, in dem ein Implantat verankert werden soll.
Die Dental-CT kommt mit einer sehr geringen Strahlendosis aus und wird in aller Regel ohne Kontrastmittelgabe durchgeführt.

CT Hals

Die CT kommt bei komplizierten Entzündungen der Halsweichteile, bei angeborenen Erkrankungen, und bei Tumoren der Weichteile und Lymphknoten des Halses zum Einsatz. Ein großer Vorteil dieser Anwendung ist, dass Bewegungen durch Atmung und Schlucken aufgrund der kurzen Untersuchungsdauer meist keinen störenden Einfluss auf die Bildqualität haben.
Bei CT-Untersuchungen des Halses ist meist eine intravenöse Kontrastmittelgabe indiziert.

CT der Wirbelsäule

Die CT eignet sich gut, um knöcherne Pathologien der Wirbelsäule darzustellen. Ein häufiger Einsatz sind Frakturen, auch Spontanfrakturen bei Osteoporose. Auch knöcherne degenerative Veränderungen lassen sich gut beurteilen.
Bei der Diagnostik von Bandscheibenvorfällen und deren Auswirkungen, z.B. auf die benachbarten Nerven, ist die CT gegenüber der MRT deutlich im Nachteil. Zum einen ist bei dieser Fragestellung die erforderliche Strahlendosis relativ hoch, zudem lassen sich bestimmte Details auch schlechter erkennen.

CT des Hirnschädels

Viele Erkrankungen des Gehirns werden heute bevorzugt mit der MRT abgeklärt. Die CT kommt hauptsächlich zum Einsatz, wenn es schnell gehen muss: bei bestimmten akuten Krankheiten, bei schwerkranken und unkooperativen Patienten, auch bei älteren Personen, die nicht lange ruhig liegen können.

CT des Körperstammes

Tumoren und Entzündungen der Lunge und des Rippenfelles, der Lymphknoten und der Bauchorgane, traumatische Verletzungen, bestimmte Darmerkrankungen, Gefäßerkrankungen, Pathologien der Bauch- und Brustwand – für eine Vielzahl von Erkrankungen des Brustraums und des Bauches ist die CT das Schnittbildverfahren der Wahl.
Ein großer Vorteil der Methode ist hier, dass große Körperabschnitte in wenigen Sekunden, während einer Atemanhaltephase dargestellt werden können. Bei CT-Untersuchungen des Körperstammes ist häufig die Anwendung von jodhaltigem Kontrastmittel erforderlich. Dieses wird in eine Armvene injiziert. Zur genaueren Darstellung des Darmes wird bei bestimmten Bauchuntersuchungen auch Kontrastmittel getrunken und/oder über einen Einlauf in den Darm gegeben.

CT-Angiographie

Ob es um Gefäßverschlüsse und Verengungen, pathologische Gefäßerweiterungen, angeborene Gefäßanomalien, verschleppte Blutgerinnsel oder Einrisse innerhalb der Gefäßwand geht- die CT kommt bei vielen angiologischen Fragestellungen zum Einsatz. Die intravenöse Kontrastmittelgabe ist hierbei in aller Regel Voraussetzung für eine aussagekräftige Untersuchung.
Die CT-Angiographie der Herzkranzgefäße stellt besondere Anforderungen an die Technik, da aufgrund des ständig pulsierenden Herzens für die Aufnahmen ein sehr kurzes Zeitfenster bleibt.