Zum Nachweis von Erkrankungen des Skelett-Systems wird seit über 100 Jahren die Röntgendiagnostik eingesetzt. Das Röntgenbild erlaubt jedoch fast ausschließlich eine Beurteilung der mineralischen, kalkhaltigen Knochenanteile, z.B. zur Erkennung von Knochenbrüchen. Ein Großteil der medizinisch bedeutsamen anatomischen Gelenk-Strukturen, die sog. "Weichteile", bleiben jedoch der röntgenologischen Beurteilbarkeit weitestgehend verborgen. Hierzu gehören u.a. Gelenkknorpel und – kapsel, Bänder, Sehnen, Muskulatur, Bandscheiben, Rücken- und Knochenmark und Nervenwurzeln.
Viele heutzutage geläufige Krankheitsbilder wurden erst mit der Einführung neuer Diagnose-Verfahren bildgebend darstellbar. Ein Beispiel dafür ist die sog. Knochenmarks-Ischämie, eine Durchblutungsstörung des Knochens aus verschiedener Ursache, die im gut behandelbaren Initialstadium röntgenologisch nicht erkennbar ist. 
Die Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, MRT) hat in den vergangenen 20 Jahren die Diagnostik von Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates revolutioniert. Sie kommt dabei - im Gegensatz zu Röntgen und Computertomographie - völlig ohne schädliche Strahlungskomponenten aus.
Während die traditionelle medizinische Vorgehensweise häufig darauf angewiesen war, eine Diagnose ex juvantibus zu stellen (also durch "ausprobieren"), ist es mit den neuen diagnostischen Möglichkeiten der MRT machbar geworden, eine punktgenaue und frühzeitige Darstellung eines orthopädischen Krankheitsbildes zu erzielen. Damit sind zum einen schnellere und gezielte Therapiemaßnahmen möglich, zum andern aber auch eine frühzeitige Vorbeugung/Prophylaxe von Beschwerden und Krankheitsbildern.
Viele Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates betreffen die großen Gelenke der Extremitäten und die Wirbelsäule. Häufig kommt es zu speziellen Schädigungsmustern in Abhängigkeit von der ausgeübten beruflichen Tätigkeit oder z.B. auch der bevorzugten sportlichen Aktivität. Beispiele hierfür sind z.B. akute und chronische Sehnenentzündungen beim Sportler oder chronische Rückenleiden beim Kraftfahrer. Häufig überlagern sich aber auch altersbedingte Verschleißerscheinungen mit Verletzungsfolgen. 
Von besonderer medizinischer Relevanz ist heutzutage insbesondere die Knorpeldiagnostik. Getreu dem orthopädischen Lehrsatz: "Der Mensch ist so alt, wie seine Gelenke" hat die Beurteilung der Knorpelverhältnisse einen zunehmenden Stellenwert in der Diagnostik von Gelenkerkrankungen gewonnen.
Neben umschriebenen akuten Knorpelschäden, häufig auch im Rahmen einer Verletzung bei jungen Leistungssportlern, geht es in der Knorpeldiagnostik insbesondere auch um die Darstellung chronischer, verschleißbedingter Substanz- und Qualitätsminderungen. Die Kernspintomographie kann auf nicht invasive (unblutige) Art und Weise ein Abbild der Gelenkknorpelverhältnisse geben. Dabei kommt es insbesondere darauf an, Knorpelschäden frühzeitig zu erfassen, da nach dem gegenwärtigen Stand der medizinischen Erkenntnis eingetretene Knorpeldefekte nicht mehr reversibel, d.h. rückbildungsfähig sind. – Entscheidend ist also eine frühe, d.h. möglichst rechtzeitige Diagnosestellung. 
Eine Gelenk- oder Wirbelsäulen-Kernspintomographie dauert in der Regel 20 bis 25 Minuten. Bei Standarduntersuchungen kann meist auf eine intravenöse Kontrastmittelgabe verzichtet werden. Die Untersuchung muß sich am Beschwerdebild orientieren, ggf. wird der Schmerzbereich zuvor auf der Haut markiert. Gegen die Geräuschbelastung im Untersuchungsgerät wird ein Gehörschutz eingesetzt.
Es werden Schnittbilder in verschiedenen an der Gelenkanatomie orientierten Raumrichtungen angefertigt. Durch Variation verschiedener physikalischer Parameter bei der Untersuchungsplanung und Durchführung gelingt es diagnostisch verwertbare Gewebekontraste zu erzeugen. Manchmal sind ergänzende Spezialtechniken erforderlich. 
- Objektiv, d.h. die MR-Bilder sind aufgrund ihrer Abbildungsqualität untersucherunabhängig.
- Evident, d.h. von hoher Beweiskraft.
- Unschädlich, schonend, d.h. ohne Anwendung von belastender Röntgenstrahlung. Deshalb auch sehr gut für Vorsorgeuntersuchungen geeignet oder auch für risikofreie Kontrolluntersuchungen zur Bewertung eines Krankheitsverlaufs oder Behandlungserfolgs.
- Detailgenau, präzise. Dadurch Möglichkeit zur Früherkennung und Verhinderung von Spät- und Folgeschäden.

Nachteile: Träger eines Herzschrittmachers sind derzeit noch von der Möglichkeit einer kernspintomographischen Untersuchung ausgeschlossen. Darüber hinaus ist es erforderlich, ein Mindestmaß an körperlicher Ruhe einhalten zu können. Ggf. ist also eine Vorbereitung mit schmerzstillenden oder beruhigenden Medikamenten erforderlich. Dies sollte immer rechtzeitig vor der Untersuchung mit dem zuständigen Arzt abgesprochen werden. 
Trotz der Überlegenheit der Kernspintomographie sind, je nach Fragestellung, möglicherweise Zusatz- und Ergänzungsuntersuchungen notwendig. Dies sind im Einzelnen: 
- Sonographie: Bildgebung mittels Ultraschall. Einfache, schnell verfügbare Methode zur Orientierung. Nachteil: Untersucherabhängig, fehlende anatomische Übersicht, Knochen nicht beurteilbar
- Digitale Radiographie: computergestützte Weiterentwicklung des herkömmlichen Röntgenverfahrens. Immer noch Standard für Knochenfragen. Digitaltechnik verbessert Bildqualität entscheidend und ermöglicht Einsparung von Röntgenstrahlung (bis 80%)
- Computertomographie (CT): aus der Röntgentechnik hervorgegangenes Schnittbildverfahren mit dem Vorteil überlagerungsfreie Bilder zu liefern. Hauptsächlich zur reinen Knochenbeurteilung, z. B. Fragen nach Bruchlinien oder zur Knochenstabilität
- QCT und DEXA (Osteodensitometrie): Spezialtechnik der CT zur präzisen Messung der Knochendichte bei Frage nach Osteoporose
- Szintigraphie: Bildgebendes Verfahren zur Darstellung des Knochenstoffwechsels. Vorteil: es kann das ganze Skelett "von Kopf bis Fuss" auf einmal untersucht werden. Nachteil: ungenaue Artdiagnose, Strahlenbelastung mit Radioaktivität. Haupteinsatz: Suchmethode zur Lokalisation von krankhaften Prozessen

Zur Abklärung eines medizinischen Beschwerdebildes, aber auch zum Ausschluss, stehen häufig verschiedene Verfahren zur Verfügung. Wie im Einzelfall die richtige Vorgehensweise für den Patienten (schnellstmöglich, zielsicher und schonend) gefunden werden kann, sollte individuell mit einem entsprechend gut ausgebildeten Facharzt für Bildgebende Untersuchungsverfahren (Radiologe), der das ganze Spektrum der Methoden (und ihrer jeweiligen Limitierungen) überschaut, besprochen werden.
Die Fachärzte des IDR Freiburg beraten Sie gerne 
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