Brustkrebs ist die häufigste Krebsart und die häufigste Krebstodesursache bei Frauen. In ganz Europa hat die Erkrankungsrate in den letzten 20 Jahren weiter zugenommen. Sie liegt in Deutschland bei ca. 50.000 Patienten/Jahr. Davon sterben ca. 19.000 an der Krankheit.
Die Ursachen von Brustkrebs sind komplex, noch nicht ausreichend erforscht und teilweise umstritten. Es gibt auch kaum Möglichkeiten, dieser schicksalshaften Erkrankung vorzubeugen. Es kommt deshalb der Brustkrebsfrüherkennung eine ganz entscheidende Bedeutung zu, denn: Die Heilungschancen hängen entscheidend vom Tumorstadium ab. 
 - Mammographie einer gesunden, weiblichen Brust.
Frühe (und meist heilbare) Tumorformen (kleiner als 15 mm) sind häufig auch noch nicht zu tasten. Aus diesem Grund stützt sich die Brustkrebsfrüherkennung auf verschiedene radiologische Untersuchungsmethoden. Diese Verfahren erlauben es, auf unblutigem Weg Einsicht in die Brust zu gewinnen. Bei der Auswahl der verschiedenen Untersuchungsverfahren ist die große anatomische Varianz des Strukturaufbaus der weiblichen Brust zu berücksichtigen. Wichtig ist das individuelle Risikoprofil der Frau (Sind Brustkrebserkrankungen in der Familie bekannt?). Es gibt keine immer gültige Standardempfehlung zur Brustkrebsfrüherkennung. Unter Berücksichtigung der geeigneten Vorinformationen kann der qualifizierte Facharzt helfen, ein individuelles Vorsorgeprogramm zu entwerfen.
Im IDR gilt der Grundsatz: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind maximal schonend durchzuführen. Wo immer möglich, sollen unnötige Operationen und Gewebsentnahmen vermieden werden.
Häufige Fragen, die im Zusammenhang mit dem staatlichen Mammographie-Screening (Röntgen-Reihenuntersuchung) auftauchen, beantworten wir Ihnen auf folgender Seite. 
Die Mammographie stellt aus historischer Sicht die Basisuntersuchung in der Brustkrebsfrüherkennung dar. Die Untersuchung muss qualitätskontrolliert, zertifiziert und dosisminimiert durchgeführt werden. Dies kann insbesondere durch die seit jüngster Zeit verfügbare digitale computergestützte Mammographie erfolgen. Die Digitaltechnik erlaubt Bilder mit höchster Klarheit und Feinzeichnung. Die Strahlendosis ist dabei niedriger als bei der herkömmlichen Mammographietechnik.
Untersuchungsablauf: Es werden im Regelfall 4 Röntgenaufnahmen (2 pro Seite) angefertigt. Gelegentlich sind Zusatzaufnahmen erforderlich.
Die Patientin sollte darauf achten, dass bei der Untersuchung kein Körperpuder oder anderweitige evtl. störende Partikel auf der Haut haften. Die speziell ausgebildete Röntgenassistentin achtet auf eine schmerzfreie Durchführung bei der Lagerung der Brust im Röntgengerät. Die Untersuchungsdauer beträgt insgesamt ca. 10 Minuten. Die Mammographie sollte in der 1. Hälfte des Monatszyklus durchgeführt werden.
Die Mammographie erlaubt die Diagnose von gutartigen und den Nachweis von bösartigen Tumoren. Die Verlässlichkeit der Untersuchung ist jedoch ganz erheblich vom individuellen Brusttyp, d.h. von der anatomischen Zusammensetzung des Brustdrüsengewebes, abhängig. Der Hormonzyklus und medikamentöse Hormongaben beeinflussen die Beurteilbarkeit des Gewebes. Verschiedentlich sind dann Ergänzungsuntersuchungen erforderlich (siehe unten). 
Es kommen hierbei spezielle Schallwellen zum Einsatz. Das Untersuchungsverfahren ist frei von belastender Strahlung und arbeitet ohne radioaktive Substanzen. Der Vorteil des Verfahrens liegt insbesondere in der Darstellung von häufig zu findenden Zysten oder gutartigen soliden Tumoren in drüsenreichen Brüsten jüngerer Frauen. Dort hat die Röntgen-Mammographie eine zu geringe Ausschlusssicherheit (siehe oben).
Untersuchungsablauf: Die Untersuchung wird in entspannter Rückenlage durchgeführt. Ein Kontaktgel muß auf die Haut aufgetragen werden. Es werden systematisch beide Brüste mit dem Ultraschallkopf abgetastet. Wichtig ist eine hohe Ultraschallfrequenz (12 MHz) um möglichst genaue Details darstellen zu können. Die Auswertung erfolgt während der Untersuchung am Bildschirm. Relevante Bilder werden digital archiviert. Die Untersuchungsdauer beträgt ca. 10 Minuten. 
Hierbei handelt es sich um die "Königsmethode", die den höchsten Standard an Sicherheit und Belastungsfreiheit bietet. Wegen ihres unbestritten hohen Leistungsvermögens ist die Untersuchungsmethode auch in der Tumornachsorge von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) anerkannt worden. Sie eignet sich gerade wegen ihrer hohen Aussagekraft (unabhängig vom „Brusttyp“) in vielen Fällen als Problemlöser bei unklaren Befunden.
Vorteile sind: Das Verfahren ist nachgewiesen unschädlich. Die Technik ist standardisiert und reproduzierbar, untersucherunabhängig. Sie ist für Kontrollen/Wiederholungsuntersuchungen bestens geeignet.
Nachteile sind: Der technische Aufwand ist relativ hoch. Hormonpräparate können das Untersuchungsergebnis verfälschen, müssen daher – wenn immer möglich – vorher abgesetzt werden. Ausgeprägte Platzangst und extremes Übergewicht können die Untersuchbarkeit einschränken. Trägerinnen von Herzschrittmachern können nicht untersucht werden.
Untersuchungsablauf: Dauer ca. 20 Minuten. Untersucht wird in Bauchlage. Die Gabe eines speziellen, intravenösen Kontrastmittels ist erforderlich (kein Röntgenkontrastmittel !). Die Einzelbilder (ca. 700) werden in einem aufwändigen Rechenverfahren in Form einer Computeranalyse ausgewertet. 
Wenn die nicht-invasiven Verfahren zu keinem eindeutigen Ergebnis führen, ist es gelegentlich erforderlich, mittels Punktion Gewebeproben aus dem zu klärenden Herd zu gewinnen. Wenn auch durch diese Maßnahme hier kein eindeutiges Ergebnis erzielt werden kann, ist eine "offene Operation" notwendig. Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen sind im Einzelfall von verschiedenen Faktoren abhängig und individuell zu besprechen. Wenn immer möglich, sind unblutige und risikofreie Untersuchungsverfahren vorzuziehen.
Da die Mehrzahl der Brustbefunde gutartig ist, tragen die radiologischen Untersuchungsverfahren mit dazu bei, „unnötige“ Operationen zu vermeiden. Auch Wiederholungsuntersuchungen in Form von Verlaufskontrollen können in der Differenzierung helfen. 
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