

Angiographie bedeutet Röntgendarstellung der arteriellen Gefäße. Hierzu muss Röntgen-Kontrastmittel in das Gefäßsystem eingebracht werden.
In unserem Institut werden hauptsächlich zwei Arten von Angiographien durchgeführt, zum einen eine komplette Darstellung der Bauchaorta, der Becken- und Beinarterien beidseits und zum andern die gezielte Angiographie eines Beines.
Für die komplette Becken-Bein-Angiographie muss in Lokalanästhesie ein dünner Katheter in die Hauptschlagader vorgebracht werden, für die gezielte Untersuchung eines Beines reicht die Punktion der Leistenarterie mit einer dünnen Nadel (sog. Feinnadelangiographie). Über eine spezielle Pumpe wird dann das Kontrastmittel eingespritzt, die entstehenden Röntgenbilder der Gefässe werden dann als Bildserien dokumentiert und können dann ausgewertet werden.
Im Anschluss an die Untersuchung muss über der Punktionsstelle ein Druckverband für 1 bis 5 Stunden angelegt werden. 
Die Hauptindikation zur Angiographie stellen Durchblutungsstörungen der Becken- und Beinarterien dar. 
Im Loretto-Krankenhaus 
Nach Vereinbarung, ambulant oder stationär 
Der Patient sollte nüchtern sein. Zur Untersuchung müssen spezielle Laborwerte (kleines Blutbild, Gerinnungsstatus, Nierenwerte, Schilddrüsenwerte) vorliegen, es muss also spätestens am Tag vor der Untersuchung eine Blutentnahme durch den Hausarzt erfolgen.
Auch kann es erforderlich sein, dass bestimmte, die Blutgerinnung beeinträchtigenden oder zur Behandlung eines Diabetes mellitus eingesetzte Medikamente (z.B. Marcumar®, Glucophage®) ausreichend lange vorher abgesetzt werden müssen. Die Gabe von Buscopan® i.v. kann während der Untersuchung sinnvoll sein zur Vermeidung bildstörender Darmartefakte.
Bitte kommen Sie nicht mit dem eigenen KFZ zur Untersuchung. Über Einzelheiten der Untersuchung informiert ein Informationsblatt, das per Fax angefordert oder als PDF-Datei geladen werden kann.
Die Angiographie stellt eine invasive Diagnostik dar, d.h. es gibt Risiken und Komplikationsmöglichkeiten, wenn auch selten und meistens nicht schwerwiegend. Vor der Untersuchung wird ein Aufklärungsgespräch geführt, wenn möglich spätestens am Tag vor dem Termin.
Auch telefonisch können bereits Vorabinformationen eingeholt werden bei Dr. Müller oder Dr. Wolter: Telefon: (0761) 3.85.65-70 
Eine Terminvereinbarung für diese Untersuchung ist erforderlich.
Telefon: (0761) 3.85.65-70 
Diese betreffen das benötigte jodhaltige Kontrastmittel und beinhalten als wichtigste Ausschlusskriterien eine schwere Jodallergie, eine Schilddrüsenüberfunktion und eine eingeschränkte Nierenfunktion. Außerdem muss eine intakte Blutgerinnung gewährleistet sein. Bei bekannter Allergie gegen Lokalanästhetika können stattdessen auch bedarfsweise Schmerzmittel eingesetzt werden. 
Mit moderner MR-Technik, wie Sie z.B. in unserem Institut vorgehalten wird, ist es heute in vielen Fällen möglich, die invasive angiographische Diagnostik durch nichtinvasive und diagnostisch praktisch gleichwertige MR-Angiographien zu ersetzten.
Für die MR-Angiographie ist lediglich die intravenöse Gabe von Kontrastmittel erforderlich, eine arterielle Leistenpunktion und die damit verbundenen Risiken und auch das etwa 5-stündige Nachbeobachtungsintervall mit anliegendem Druckverband entfallen.
Welche Methode der Gefäßdiagnostik im Einzelfall anzuwenden ist, sollte bei der Terminvereinbarung geklärt werden. Bei diagnostischer Gleichwertigkeit ist wenn immer möglich die nichtinvasive MRA vorzuziehen. 
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